Aktuell

Herbst und Winter voller Musik

Die Feuerwehrkapelle wird auch in der kommenden Zeit mit weiteren Auftritten in der Öffentlichkeit präsent sein. Hier sind die nächsten Konzerte zu sehen!

Klangfeuer-Konzert am 7. April 2019: Zurück in die 20er bis 40er!

Aus der MT vom 9.4.2019; Text und Fotos: Andreas Heidkamp

Meike Bucholtz zur Musikerin des Jahres ernannt

Gut besucht zeigt sich auch in diesem Jahr die turnusmäßige Mitgliederversammlung der Feuerwehrkapelle. Werner Brinkmann als erster Vorsitzender konnte am Samstag, dem 16. Februar 2019 bei vorfrühlingshaftem Wetter mit strahlendem Sonnenschein mehr als 40 aktive Orchestermitglieder und Förderer sowie den Cloppenburger Stadtbrandmeister Horst Lade und seinen Stellvertreter Ulrich Lade als Gäste begrüßen.
In seinen einleitenden Ausführungen gedachte Brinkmann zunächst der verstorbenen Vereinsmitglieder und gab nach den Formalia einen kurzen Rückblick auf das vergangene Geschäftsjahr, verbundenen mit einem großen Dankeschön an alle, die sich als Musiker, Ausbilder, Registerführer oder in den anderen Ämtern für den Verein engagiert haben. „Wir feiern in diesem Jahr außerdem ein kleines Jubiläum – wir sind 135 Jahre alt geworden – das ist schon etwas!“ Als besonderes Highlight verwies er zudem auf das überaus gelungene Probenwochenende im Januar 2019 in Vechta.
In den folgenden Berichten bestätigte sich in vielfältiger Weise, dass sich die Feuerwehrkapelle auf einer soliden Basis bewegt, obwohl sie in den letzten Jahren aus vielfältigen Gründen einen Mitgliederschwund, z.B. durch Wegzüge von Musikern, verkraften musste. Derzeit hat die Kapelle 118 Mitglieder, davon sind 66 aktive Musiker, 48 helfen als Förderer und 4 sind Ehrenmitglieder. Das Durchschnittsalter beträgt 34 Jahre.
Insgesamt hat die Feuerwehrkapelle 81 Termine durch das Kalenderjahr hindurch absolviert, 16mal hat sich der Vorstand getroffen. Erfreulich ist der Zuwachs beim Nachwuchs: Die Klasse-Blässer zählen derzeit 19 junge Musikerinnen und Musiker, die unter der Leitung von Felix Deeken alle 14 Tage am Freitagabend proben und sich ggf. auf die mögliche Aufnahme in das Stammortchester vorbereiten. Vier von ihnen (Luis Bödiker, Jarnithan Ravichandras, Max Teschner und Hannes Koopmann) haben dies 2018 bereits geschafft und nehmen seitdem auch an den Proben der Großen teil.
Auch in finanzieller Hinsicht zeigt sich das Orchester zur Zeit gut aufgestellt. Das konnten die amtierenden Kassenwarte Eike Wichmann und Sarah Gehlenborg bestätigen, ebenso wie die beiden Kassenprüfer Daniel Brinkmann und Claas Eberlei, die den beiden eine ausgezeichnete Kassenführung bestätigten. Gerne folgten die Mitglieder einstimmig ihrem Antrag auf Entlastung.
Nach den weiteren Berichten der Notenwartin Kathrin Sprengel und des Instrumentenwartes Kurt Oltmanns nahm Torsten Ellmann als Dirigent das Wort. Er dankte zunächst für die gute Zusammenarbeit mit dem Vorstand und die fröhlich-gelöste Atmosphäre bei den Probeabenden: „Ich komme jeden Dienstag gerne hierher – es macht Spaß mit euch!“ Gleichzeitig mahnte er jedoch eine bessere Anwesenheitsdisziplin an und erbat gerade im Blick auf das Jahreskonzert im April vermehrte Registerproben. Außerdem schlug er ein verbessertes Verfahren im Blick auf notwendige Abmeldungen vor, um den Probenverlauf ggf. entsprechend anpassen zu können.
Zwar lagen in diesem Jahr eigentlich keine Neuwahlen im Vorstand an, jedoch wurde eine Nachbesetzung im Amt des Jugendwartes erforderlich, das sich bisher Jan Bremer und Felix Deeken geteilt hatten. Felix Deeken muss aus beruflichen Gründen ausscheiden. Gewählt wurde für ihn Dominik Gerst, der das Amt unter großem Beifall der Anwesenden annahm. Für den ausscheidenden Kassenprüfer Daniel Brinkmann rückt Anika Barnekow nach.
Danach folgte ein Ausblick auf die weiteren Termine für 2019. Im Fokus stand zunächst das Jahreskonzert am 7. April in der Stadthalle. Diesmal soll es „etwas anders sein als sonst“. Nicht nur klanglich, sondern auch optisch soll das Motto „die 20er- bis 40er Jahre“ die hoffentlich zahlreich anwesenden Zuschauer erfreuen. Angeregt durch per Beamer gezeigte Fotos diskutierten die Anwesenden lebhaft über angemessene Umsetzungsmöglichkeiten…man darf gespannt sein!
Die meisten weiteren Termine folgen dem üblichen Turnus, hinzu kommen vereinzelte Anfragen, z.B. von auswärtigen Vereinen. Man war sich nach der Durchsicht einig darüber, dass man mit solchen Anfragen sparsam umgehen und diese genau prüfen wolle, um die Belastung für die Musikerinnen und Musiker erträglich zu halten, denn gerade in den Sommermonaten ist schon so  eine ganze Anzahl an Auftritten geplant.

Geehrt: Alina Timme (links) und Maike Hadeler(rechts)

Wie in jedem Jahr wurden auch diesmal mehrere aktive und z.Zt. inaktive Musiker für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt. Maike Hadeler und Aline Timme konnten ihre Urkunden für ihre jeweils 10jährige Mitgliedschaft persönlich entgegennehmen.
Keine Mehrheit fand hingegen der Antrag, den Vorstand um das Amt eines Presse- und Medienwartes zu erweitern. Frank Willenberg als zweiter Vorsitzender wies darauf hin, dass er neben seinen anderen Tätigkeiten (z.B. die Erstellung von Plakaten und Flyer für die Konzerte sowie ggf. die Eintrittskarten und das Programmheft) bereits seit längerer Zeit als Schnittstelle zur Presse fungiere und diese mit Informationen versorge, entweder durch direkte Zusendung oder durch Hinweise auf eigene Veröffentlichungen auf der vereinseigenen Homepage, von der sich die Journalisten gerne bedienen könnten. Das habe in der jüngeren Vergangenheit auch gut funktioniert. Er bestätigte aber, dass es zukünftig erforderlich sei, auch die sozialen Medien wie Facebook und Instagram quasi automatisch zu bedienen und schlug deswegen vor, aus dem Kreis der Anwesenden jemanden zu benennen, der diese Schnittstelle bedienen könne. Ein weiteres Vorstandsamt sei dazu nicht zu besetzen. Diesem Vorschlag konnte sich die Versammlung schlussendlich anschließen. Die Musikerinnen Franziska Wagner und Frederike Steingrefer werden diese Tätigkeit zukünftig übernehmen.
Ein weiterer Antrag, nämlich die Satzung bzw. Formulare zukünftig an das Geschlecht „divers“ anzupassen, wurde zunächst vertagt.

Zur Musikerin des Jahres ernannt: Meike Bucholtz

Als besonderer Höhepunkt der Versammlung erwies sich schließlich die Wahl zum/zur Musiker(in) des Jahres. Unter großem Beifall erwies der erste Vorsitzende der Saxophonistin Meike Bucholtz diese Ehre. Gerade sie sei ein Vorbild für Engagement und Vereinstreue, sie sei immer da, obwohl für sie, gehandicapt durch eine starke Gehbehinderung, die Alltagsbewältigung immer wieder eine besondere Herausforderung darstelle. Dafür gelte es besonderen Respekt zu zollen.
Mit einem Schnitzelessen nach dem Ende der gut zweieinhalbstündigen Versammlung stärkten sich die Verbliebenen schließlich, direkt zur angebrochenen Abendbrotzeit, aber symbolisch wohl auch für die kommende Saison, der man erwartungsvoll und mit Hoffnung auf großen Zuspruch von vielen, vielen Zuhörern entgegensieht…

Genießen und feiern statt musizieren

Links: das neue Königspaar                                                                              Rechts: die Entthronten – insignienfrei…

Der Januar ist für die Feuerwehrkapelle schon seit vielen Jahren ein ganz besonderer Monat: nicht nur ein Konzert zum Jahresauftakt und ein intensives Probewochenende stehen seit jeher auf dem Programm, sondern auch ein Highlight der besonderen Art: das traditionelle Kohlessen in den vereinseigenen Räumen.

Eingeladen waren nicht nur die aktiven Mitglieder, sondern auch die Freunde und Förderer sowie – wenn vorhanden – deren (Ehe-)partner sowie weitere Freunde und Bekannte.

Über 50 Gäste ließen es sich an diesem Abend auf Einladung des Kohlkönigpaares Doris und Frank (Scheidemann-)Willenberg schmecken. Dass die zuvor geplante Boßeltour dem ungünstigen Wetter kurzfristig zum Opfer gefallen war (schade, am Tag zuvor wären es ideale Verhältnisse gewesen), tat der guten Laune keinen Abbruch.

Nach dem Essen zeigten sich schnell die Folgen einer einjährigen Wahlmonarchie: das Kohlkönigspaar musste seinen Thron räumen und gab die Insignien seiner Macht an das neue Paar weiter. Die Königsehre wurde diesmal an Kathrin Hinrichsen und ihren Freund Frank Tellmann weitergereicht, die nun für ein Jahr das Zepter führen werden.

Mit einem Ehrentanz für das neue Paar wurde nun der zweite Teil des Abend eingeläutet. DJ Daniel Böckmann, seit vielen Jahren bewährter Stimmungsmacher für die Kapelle, lud auf die Tanzfläche… und schon schwangen die Tanzbeine bis tief in die Nacht hinein. Man munkelt, dass die letzten Gäste erst zu einem Zeitpunkt den Weg nach Hause fanden, an dem es im Sommer schon lange hell gewesen wäre…

Ein herzlicher Dank geht an alle, die den Proberaum zuvor hergerichtet hatten und trotz der kurzen Nacht am folgenden Morgen darangingen, die kurvenreichen Spuren der ausgelassenen Nacht wieder zu begradigen und den Raum wieder dafür herzurichten, wofür er in allererster Linie gedacht ist: zum Üben, Üben, Üben… auf dass die nächsten Auftritte der Kapelle mit ihren typischen Klängen die Zuhörer in Cloppenburg und umzu  wieder erfreuen können.

Probenwochenende auf dem BDKJ-Jugendhof in Vechta

Mit ihrem alljährlichen Probenwochenende hat sich die Feuerwehrkapelle im Januar 2019 auf die kommende Saison, vor allem auf das Klangfeuer-Konzert am Sonntag, d. 7 April 2019 in der Cloppenburger Stadthalle vorbereitet.

Als Quartier für die Proben stand diesmal der BDKJ-Jugendhof in Vechta zur Verfügung. Die ausgezeichneten räumlichen Möglichkeiten erlaubten intensives und erfolgreiches Musizieren, sowohl für die Gesamtproben als auch Einzel- und Registerproben. Unter der Gesamtleitung von Torsten Ellmann wurde eine ganze Reihe von Stücken einstudiert, die dem geplanten Motto des Konzertes folgen werden: Musik aus den 20er bis 40er Jahren soll erklingen, namhafte Kompositionen aus der Feder von George Gershwin, den Comedian Harmonists, Fred Strittmatter, Anton Karas Glenn Miller und anderen. Hinzu gesellen sich Potpourris aus der Bearbeitung von Max Raabe.

In den Registerproben standen dem Orchester weitere erfahrene Musiker zur Seite, unter anderem der ehemalige Dirigent der Feuerwehrkapelle, Helmut Sprenger, der sich ganz besonders darüber freute, dass die Kapelle ihn dazu eingeladen hatte, obwohl er die musikalische Gesamtleitung im Mai 2018 recht kurzfristig und überraschend aus Termingründen hatte aufgeben müssen.

Musikmachen bedeutet für eine Kapelle, die sich der Blasmusik verschreiben hat,  aber immer auch Bewegung mit den Füßen, nämlich im Takt – und in Reih und Glied. Darum wurde während des Wochenendes auch eine abendliche Marschprobe eingeschoben. Um den der Jahreszeit typischen eher widrigen Umständen üben – dafür zu entgehen, gelang es kurzfristig, eine Sporthalle der Stadt Vechta anzumieten und hier das Laufen im Gleichschritt einzustudieren, Kurven und plötzlichen Abriss des Musizierens eingeschlossen. Torsten Ellmann hatte die Mitglieder des Orchesters zuvor in einer Theorieeinheit gebrieft – nun galt es, dies auch praktisch auch umzusetzen. Die Übenden staunten nicht schlecht, welche raffinierten Möglichkeiten es für eine Kapelle es gibt, um sogar geordnet und flüssig quasi auf der Stelle umzudrehen und in die Gegenrichtung zu marschieren. Selbst Sackgassen dürften da zukünftig kein Problem mehr darstellen…

Neben den langen und deswegen teilweise für einige auch recht anstrengenden Probezeiten war aber auch noch einiges an Gelegenheit für Spiel und Freizeit. Einer der jüngsten Teilnehmer , der erst 16jährige Max Teschner, hatte sich dazu etwas ganz Besonderes einfallen lassen:  einen Showabend mit dem Titel „Activity extrem“ , sogar mit „scharfen Girls“, geleitet von ihm selbst als überaus talentiertem Nachwuchs-Entertainer mit viel Improvisationstalent. Unglaublich, unter welch verschärften Bedingungen die Kandidaten bei Musik und wechselndem Bühnenlicht dazu animiert werden konnten, ihrer eigenen Quizgruppe Begriffe zu erklären oder zu zeichnen… es gab viel Grund zu fröhlichem Gelächter, und preisgekrönte Sieger gab es am Ende natürlich auch.

Nach einer abschließenden Gesamtprobe am Sonntagmorgen, in der das musikalisch Erlernte noch einmal probeweise aufgeführt wurde, „binär“ oder „tenär“, fuhren die Orchestermitglieder wieder nach Hause. Klar ist: Das nächstjährige Probenwochenende führt uns wieder zum Jugendhof!

Rathauskonzert zum Jahresbeginn

Torsten Ellmann übernimmt Dirigentenstab

Die Cloppenburger Feuerwehrkapelle hat nach kurzfristiger Vakanz wieder einen Dirigenten. Nach  dem beruflich bedingten Ausscheiden von Helmut Sprenger im Mai gelang es, ab August 2018 den Cloppenburger Torsten Ellmann als neuen musikalischen Leiter zu gewinnen.
Ellmann ist vielen aktiven Mitgliedern des Orchesters kein Unbekannter.  Bereits in den Jahren 2004 bis 2007 hat er den Dirigentenstab geführt. Vielen damaligen aktiv Mitwirkenden und Zuhörern dürfte in diesem Zusammenhang zum Beispiel noch das „Winds and Voices“-Konzert in der Sporthalle an der Leharstraße in Erinnerung sein, an dessen Vorbereitung und Ausrichtung Torsten Ellmann seinerzeit wesentlichen Anteil hatte und hier die gesamtmusikalische Leitung übernahm. Überdies ist Ellmann seit 1982 Mitglied der Kapelle und wirkte über viele Jahre hinweg als Schlagzeuger aktiv mit.
Auch sein beruflicher Werdegang war und ist stark von musikalischem Engagement geprägt. So setzte sich Ellmann, der neben dem Fach Politik-Wirtschaft das Fach Musik studierte, für die Einführung und den Aufbau von Bläserklassen an Gymnasien ein. Inzwischen ist Torsten Ellmann als Studiendirektor zugleich stellvertretender Schulleiter am Copernicus-Gymnasium in Löningen, wo er viele Jahre die Bigband und die Bläserklassen der Schule leitete.
Darüber hinaus engagierte sich Ellmann früh auch in übergeordneten Verbänden. So leitete er das Kreisorchester des Kreismusikverbandes, war Landesmusikdirektor für Blasmusik im Niedersächsischen Musikverband und ist momentan stellvertretender Bundesmusikdirektor für Blasmusik der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände. Dort ist er ebenso Mitglied der Literaturkommission, Wertungsrichter für Blasmusik und zur Zeit maßgeblich in die Organisation des Deutschen Musikfestes in Osnabrück 2019 involviert.
Für die musikalische Zukunft der Feuerwehrkapelle hat sich der neue musikalische Leiter viel vorgenommen. Neben einem angestrebten Imagewandel soll vor allem die Weiterentwicklung im Bereich der Klangbalance und Intonation im Vordergrund stehen. Auch sollen neue zeitgemäße Auftrittsformate gefunden werden.
Über die Neubesetzung dürfte sich auch sein Vater freuen, der als Ehrenvorsitzender weiterhin aktiv in der Kapelle musiziert. Die Feuerwehrkapelle ist sehr froh darüber, Torsten Ellmann als überaus qualifizierten Musiker und Dirigenten wiedergewonnen zu haben und freut sich auf eine gute Zusammenarbeit!